Montag, 3. Oktober 2011

Sonntag, 2. Oktober 2011 – Motto des Tages: Bienvenue! (Willkommen!)

Sooo, zuallererst noch ein Nachtrag – ich hatte gestern kein Internet, gleich als erstes danach zu fragen erschien mir unangebracht, aber geschrieben habe ich trotzdem für euch. Ich fürchte, der Beitrag wird euch zum Lachen bringen… ^^



Bin heute in Lyon angekommen. Mehrere positive Erlebnisse.



1.: Ich habe NICHTS vergessen, wirklich gar nichts! (Super, oder? Das habe ich sonst nie geschafft :D)

2.: Meine Gastfamilie ist sowohl sympathisch als auch gesprächig. Einziger Abstrich bisher: Aline (Gastmutter) = Raucherin; aber sie geht immer auf den Balkon^^ Von den beiden bekommt ihr sicher noch einiges zu hören, sobald ich sie näher kennenlerne.

3.: (Macht euch auf einen laaaaaaaaaaangen Text gefasst xD): Daaaaaniel!!!

(Okay *hust* Ich glaube, ihr habt jetzt entweder Fragezeichen im Kopf oder brecht in Gelächter aus oder fühlt euch sehr versucht ein sehr zweideutiges „Aha?“ in den Raum zu setzen xD

Und wahrscheinlich zieht ihr alle gesammelt die Augenbrauen hoch, weil ich euch in meinem Blog damit zuspamme^^)



Aaaalso, beim Einsteigen ist mir ein echt süßer Typ aufgefallen – ein ganz winziges Stückchen kleiner als ich, blond, auf eine nicht so auffällige Art muskulös und mit tollen Augen (*_*). Wie ich nun mal so bin, hab ich mir gesagt: Okay, ein Monat Lyon, er fliegt auch hin (*hust*), wenn er den Platz neben mir hat, sprech ich ihn an.

Und tatsächlich: Er HATTE den Platz neben mir xDD Ich war erstmal ziemlich baff, das klappt bei mir eigentlich nie, ich gerate sonst gar nicht in solche Situationen^^

Um mein plötzlich in den Keller gefallenes Selbstvertrauen wieder hoch zu bekommen, musste ich ihn jetzt natürlich ansprechen. Möglichkeit eins („Hi! (Wie geht’s?)“) habe ich sofort wieder verworfen, Möglichkeit zwei habe ich auch nur für einige Sekunden in Erwägung gezogen, nachdem er seinen Tomatensaft bekommen hatte („Schmeckt das wirklich?“ -> Bitte nicht lachen, ich kann mir das wirklich nicht vorstellen^^), und dann verworfen. Möglichkeit drei hat sich erst einige Zeit später ergeben, war eigentlich auch nicht sooo toll, aber ich hatte nicht mehr viel Zeit und mit Selbstvertrauen im Keller wär ich hier gleich von Anfang an verloren gewesen. Die letzte Möglichkeit kam in Form eines Langenscheidt-Anfängerkurses Französisch (und wenn ich Anfänger sage, meine ich das auch^^ Das waren so Sachen wie „Bonjour“ und „Ca va“ :DD). Ich hab ihn dann einfach gefragt, wie es kommt, dass jemand, der so gut wie kein Französisch kann, sich mit nem Anfängerkurs ins Flugzeug setzt^^ (Ja, meine Logik wieder – nicht zu erklären aber wahr: Jemand der es kann, wäre in ner anderen Lektion, jemand der es nicht kann und als Touri kommt, hätte nichts von Langenscheidt, höchstens die Phrasen im Reiseführer^^)

Jooooooaaaaaa….. Es hat sich ein interessantes Gespräch ergeben auf dem Rest des Fluges (er dürfte so um die 20 sein, konkret haben wir nicht übers Alter geredet -> das nur so am Rande^^), in dessen Verlauf herauskam dass wir auch noch denselben Zug nehmen mussten ein Stück weiter. Unterwegs hab ich mit meinen Französischkenntnissen gepunktet, da ich im Gegensatz zu ihm mein Ticket schon hatte, er aber eigentlich noch kaufen wollte und der Automat einfach sein Geld genommen hat ohne eine Karte rauszugeben :D Das dem Schaffner zu erklären, war aber schon schwierig… ^^

Auf jeden Fall saßen wir dann halt die halbe Stunde nebeneinander (es sind mit der Zeit auch ein oder zwei… sagen wir… direktere Worte gefallen :DDD).

Und jetzt kommt der dicke, fette ABER-Teil, der mich an mir selbst im Nachhinein echt heeeeftig nervt :DDD

Ich wusste nicht ob meine Gastmutter schon da ist und hab mich hastig verabschiedet… Wir kennen die Vornamen, Ich weiß, dass er aus Schwaben kommt und ein FSJ in Mauritius machen will, er weiß, auf welche Schule ich gehe und dass ich hier IN DER BIBO arbeite – was natürlich sehr lustig ist, da es davon mehrere gibt und zumindest meine Gastmutter annimmt, dass ich eher in eine kleine Filiale gesteckt werde als in der Hauptbibliothek zu bleiben. Tja… Keine Nummern, keine E-Mail-Adressen, nichts. Er sah ja aus, als wollte er mich erst noch fragen, aber in dem Moment hab ich Idiotin das so abrupt abgebrochen -.-

Toll.

Typisch ich, ganz genial versaut, oder? :DDD



(Oh Mann, das ist ja noch länger geworden als ich befürchtet hatte :DDDD Und alles nur Gespamm…. Okay *hust* Ich glaube ich erzähle einfach mal weiter, wie der Abend so war^^)



Eigentlich sollte ich meine Gastmutter in dem Bahnhofsgebäude vor einem Laden mit dem schönen Namen „Virgin“ treffen. Nur gab es da lustigerweise kein solches Geschäft.

Ich bin 3x mit meinem knapp 20 Kilo schweren Koffer hinter mir und meinem 9,5 Kilo schweren Rucksack auf dem Rücken durch den ganzen überfüllten Bahnhof gerannt und habe NICHTS gefunden.

Letzten Endes habe ich dann eine Verkäuferin von dänischem Eis gefragt. Der Laden war ausgezogen, wie der neue hieß, weiß ich nicht mehr, aber das ist ja auch egal^^

Hach ja, manchmal ist das Leben schon lustig xD Wir haben uns dann auf jeden Fall doch noch gefunden, auch wenn sie die Massen, die in die Stadt fahren, wenn der Sommer nochmal wiederkommt (Ich konnte auch abends ohne Jacke rumlaufen, traumhaft *-*), gründlichst unterschätzt hat :DD



Zum Essen gab es nichts großes, ein paar Sachen zusammengestellt: Olivenbrot (LEEEECKER *___*), Flûte (sowas ähnliches wie Baguette, nur breiter und vollkorniger, aber immer noch hell – hab ich fast genauso oft gesehen wie Baguette und ist auch genauso lecker *_*), Melone (die orange, ich nenne lieber keinen Namen, ich schmeiß die zu gern durcheinander^^), Kääääääääääääääseeeeeeeee (liebeliebeliebeliebeliebe ihn – solang er nicht mit Schimmel ist^^), Thunfisch (Ich habe dankend verzichtet, ich mag Fisch überhaupt nicht) und den Missversteher des Tages: RATATOUILLE. Ich meine, woran denken wir bei Ratatouille? Bunt, warm, Gemüse, fast auflaufmäßig, richtig? Noch im Auto wurde ich gefragt, ob ich Ratatouille mag – und das, was ich unter dem Namen kannte, mag ich auch, also habe ich ja gesagt. Während des Essens allerdings, als Aline die Schüssel hinstellte, bemerkte ich dann: Das Ratatouille war braun, kalt und salatmäßig :DDD. Nach einigem Stottern von beiden Seiten zeigte sich dann: Ratatouille heißt eigentlich Mischgemüse jeder möglichen und unmöglichen Art, auch, wenn es kalt ist und fast nur aus Auberginen (die ich nur warm mag) besteht, dazu noch ein paar Pinienkerne, etwas Sellerie und noch etwas, das ich auf Französisch nicht verstanden habe^^ Nach dem Kosten habe ich dann dankend verzichtet, aber es war trotzdem lecker :D

Zu trinken gab es, wie in Frankreich eigentlich immer, stilles Wasser; ich vermute mal, auch die Famille de Christen ist mit Leitungswasser zufrieden^^

Den Rest des Abends habe ich mit Auspacken und dem Verfassen dieses Textes verbracht; ich habe euch ja schon gewarnt dass ich sehr ins Detail gehe ;) (auch wenn ich damit eigentlich nicht das meinte, was heute herausgekommen ist *hust*)

Also: Gute Nacht da draußen und liebe Grüße =)

Katha

PS: Hatte heute beim Anblick eines Großvaters-Vaters-Sohns Idee Nummer eins, aber ich glaube nicht, dass ich die hier umsetzen werde^^

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